Ratgeber

Menükarte für die Hochzeit: Was draufgehört und was nicht

Von Stefan · 27. Oktober 2026

Auf die Menükarte schaut fast jeder Gast, meist sogar mehrmals. Zwischen den Gängen will man eben wissen, was noch kommt. Deshalb lohnt es sich, ein bisschen Zeit in die Texte zu stecken.

Braucht ihr überhaupt eine?

Bei einem Buffet reicht ein kleines Schild an jedem Gericht. Bei einem gesetzten Menü würde ich nicht auf die Karte verzichten. Die Gäste wissen dann, wie viele Gänge kommen, und teilen sich den Hunger ein. Klingt nach einer Kleinigkeit. Es macht aber einen Unterschied, wenn der Hauptgang erst um neun kommt.

Eine pro Gast oder eine pro Tisch?

Eine pro Gast sieht am schönsten aus, besonders auf einer langen Tafel. Eine pro Tisch reicht aber auch. Dann nehmt am besten das Format A5.

Meine Lieblingslösung: Druckt den Namen des Gastes oben auf die Menükarte. Dann braucht ihr keine Platzkarten mehr. Das heißt weniger Papier, weniger Schneiden, und auf jedem Teller liegt trotzdem etwas Persönliches.

Was draufgehört

Was nicht draufgehört

Lange Beschreibungen. „Zweierlei vom Kalb an Jus mit Gratin von der Kartoffel, Gemüse der Saison und Kräuterschaum“ liest niemand bis zum Ende. „Kalbsrücken mit Kartoffelgratin“ sagt alles. Die Küche freut sich über die lange Fassung, die Gäste über die kurze.

Und lasst die Uhrzeiten weg. Kein Hochzeitsabend läuft nach Plan. Sonst wartet der ganze Saal auf das Dessert, das laut Karte schon vor einer halben Stunde kommen sollte.

Alternativen und Allergien

Schreibt die Alternative direkt unter das Hauptgericht und setzt ein „oder“ davor. So sieht jeder, dass es eine Wahl gibt.

Fragt euren Caterer nach den Allergenen. Viele haben eine fertige Liste dafür. Ob sie auf die Karte kommen oder auf einen Aushang am Buffet, klärt ihr am besten direkt mit ihm.

Welches Format?

Die schmale Karte im Format DIN lang passt auf eine gefaltete Serviette und sieht auf jeder Tafel gut aus. Drei davon passen auf ein A4-Blatt.

A5 lohnt sich bei fünf oder mehr Gängen oder wenn ihr nur eine Karte pro Tisch aufstellt.

Papier und Druck

Nehmt Papier mit 200 bis 300 g/m². Die Karte muss nicht stehen, deshalb geht auch etwas dünneres Papier als bei Platzkarten. Mattes Naturpapier sieht schöner aus als glänzendes. Und wie immer: erst ein Probeblatt auf normalem Papier.

Ein Platz für den QR-Code

Zwischen zwei Gängen haben die Gäste Zeit, und das Handy liegt sowieso auf dem Tisch. Das ist der beste Moment, um die ersten Fotos des Tages zu teilen. Ein kleiner QR-Code unten auf der Menükarte reicht dafür. Wer ihn scannt, lädt seine Bilder direkt in euer Album.

Mit unserem Menükarten-Tool tragt ihr das Menü ein, wählt das Format und druckt. Mit Gästenamen wird jede Karte gleich zur Platzkarte.

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