Ratgeber

Platzkarten und Tischkarten: Was ihr für eure Hochzeit wirklich braucht

Von Stefan · 28. Oktober 2026

Platzkarte, Tischkarte, Tischnummer, Namenskärtchen: Die Begriffe gehen ziemlich durcheinander. Kein Wunder, dass viele Paare erst einmal nicht wissen, was sie eigentlich brauchen. Hier sortiere ich das einmal.

Platzkarte oder Tischkarte?

Die Platzkarte steht vor dem Teller und zeigt den Namen eines Gastes. Sie sagt: Hier sitzt du.

Die Tischkarte steht in der Mitte des Tisches und zeigt die Nummer oder den Namen des Tisches. Sie sagt: Das ist Tisch 4.

Im Alltag nennen viele beides Tischkarte. Bei Knipsfest heißt übrigens auch der kleine Aufsteller mit dem QR-Code so, weil er auf dem Tisch steht. Für eure Planung zählt nur eine Frage: Wollt ihr feste Plätze oder nur feste Tische?

Feste Plätze oder freie Wahl am Tisch?

An einer langen Tafel würde ich feste Plätze vergeben. Sonst setzen sich die, die sich ohnehin kennen, wieder alle zusammen, und der Abend zerfällt in Grüppchen.

Bei runden Tischen reicht oft der Tisch. Die Gäste setzen sich dann so hin, wie es für sie passt. Das spart euch Arbeit, und niemand fühlt sich verplant.

Eine Ausnahme gibt es: Wenn serviert wird und die Gäste ihren Hauptgang vorher gewählt haben, braucht der Service feste Plätze. Dann bekommt jede Platzkarte ein kleines Zeichen für das gewählte Gericht.

Klappkarte oder flache Karte?

Die Klappkarte steht von allein und fällt auf dem Tisch mehr auf. Auf ihre Rückseite passt noch etwas für den Gast, ein kurzer Dank oder ein QR-Code.

Die flache Karte ist kleiner. Sie liegt auf dem Teller, steckt in der Serviette oder lehnt am Glas. Sie braucht weniger Papier und ist schneller geschnitten. Auf einer vollen Tafel wirkt sie ruhiger.

Welches Papier?

Für Platzkarten nehmt ihr Papier mit 250 bis 300 g/m². Dünneres Papier knickt nicht sauber und kippt um. Dickeres schafft nicht jeder Drucker. Schaut deshalb vorher nach, welche Grammatur euer Drucker verträgt. Viele Tintenstrahler nehmen über den hinteren Einzug auch dickes Papier.

Mattes Naturpapier in Weiß oder Creme sieht hochwertig aus und verzeiht kleine Druckfehler. Glänzendes Papier spiegelt im Kerzenlicht.

Druckt zuerst ein Blatt auf normalem Papier. Dann seht ihr, ob Ränder und Größe stimmen, bevor das gute Papier dran ist.

Sauber schneiden und falzen

Für zehn Karten reicht eine Schere. Für achtzig nicht. Ein Rollenschneider aus dem Bastelladen kostet nicht viel und lohnt sich für die ganze Papeterie.

Für den Falz legt ihr ein Lineal an die Linie und fahrt einmal mit einem leeren Kugelschreiber oder dem Rücken eines Messers darüber. Dann bricht das Papier beim Falten nicht.

Die Namen

Ein Name muss aus einem Meter lesbar sein. Schreibschriften sehen toll aus, werden bei langen Namen aber schnell unleserlich. Eine elegante Serifenschrift ist ein guter Mittelweg.

Schreibt die Namen so, wie die Gäste gerufen werden. „Oma Inge“ ist auf einer Hochzeit persönlicher als „Ingeborg Berger“.

Und prüft die Schreibweise. Klingt banal, ist aber die häufigste Panne. Schickt die Liste vor dem Druck an jemanden aus jeder Familie. Eine Nachfrage zur Schreibweise stört niemanden. Ein falscher Name auf dem eigenen Platz schon.

Wann drucken?

Die Platzkarten kommen zum Schluss, etwa eine Woche vor der Hochzeit. Vorher ändert sich die Gästeliste noch. Druckt zwei oder drei leere Karten extra für Gäste, die spontan dazukommen. Ein passender Stift gehört mit in die Kiste.

Selbst gestalten

Mit unserem Platzkarten-Tool tragt ihr die Gäste ein und wählt Klappkarte oder flache Karte in einem von drei Designs. Die Karten passen auf A4 und haben Schnittkanten. Auf Wunsch kommt ein QR-Code auf die Rückseite, über den eure Gäste ihre Fotos direkt in euer Album laden.

Die Gästeliste müsst ihr übrigens nur einmal eintippen. Der Sitzplan übernimmt sie mit einem Klick.

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